Berufsschule
Bülach

Menschenrechte in Sri Lanka

(Selbstständige Arbeit)

 

Jenushan Vijayaratnam

KVB15a

31. Januar 2017

Herr Hänni Felix

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis. 2

Einleitung. 3

Hauptteil 5

Menschenrechte allgemein. 5

Sri Lanka. 7

Ausbildung und Kinderarbeit. 7

Unterdrückung und Diskriminierung der Tamilen. 9

Unterdrückung der religiösen Minderheiten. 9

Militär. 11

Schlusswort. 12

Literaturverzeichnis. 13

Anhang. 14

Erklärung. 15

 

 

 

Einleitung

Menschenrechte hätte jeder Mensch gerne
in ihren eigenen Ländern anerkannt, sodass das menschliche Miteinander
funktioniert. Dies ist ein wichtiger Faktor in unserer grossen Gesellschaft, um
sicher zu stellen, dass wirklich niemand unterdrückt oder diskriminiert wird. Obwohl
es in jedem einzelnen Land eingehalten werden sollte, geschieht dies trotzdem
an so vielen Orten nicht oder nicht richtig. Dies ist in meinem Heimatland Sri
Lanka leider der Fall. Dort wird gar keine Rücksicht auf Menschen, welche in
Armut leben oder auf Minderheiten der Gesellschaft genommen.

Aus den vorhergehenden Überlegungen
habe ich mich für folgende Arbeitshypothese entschieden:

Die Menschenrechte in Sri Lanka werden
heute noch verletzt.

Relevanz dieses Themas:

Mit diesem Thema möchte ich darauf
aufmerksam machen, dass die Situation in Sri Lanka für die Tamilen nicht so gut
aussieht, wie es scheint und bei den Singhalesen ist. Die Menschen welche in
anderen Ländern leben, denken, dass nach dem Bürgerkrieg überall Frieden
herrscht. Wer in Ferienaufenthalten in Sri Lanka in den tamilischen Gegenden genauer
hingeschaut, fällt auf wie einzelne Menschenrechte auf der Strasse missachtet
und verletzt wird.

Abgrenzung des Themas:

In dieser Arbeit werde ich auf
folgende Bereiche Bezug nehmen:

In den nachfolgenden Texten werde ich
auf das Menschenrecht, Arbeit als Menschenrecht, die Kinderarbeit, die
allgemeine Infrastruktur, zudem die Unterdrückung und Diskriminierung der
Tamilen in Sri Lanka.

Diese Themen sind für meine Arbeit
relevant, da dies entscheidende Themen sind, für die politische und rechtliche Weiterentwicklung
Sri Lankas.
Was ich nicht bearbeitet habe, sind Thematiken wie die Hungersnot, das Problem
von frei herumlaufenden Tieren, da dies weniger mit den Menschenrechten zu tun
hat.

 

Aufbau der Arbeit:

Nachfolgend werde ich euch als erstes
die Menschenrechte allgemein erläutern und euch einführen. Danach werde
Menschenrechtsverletzungen in der Ausbildung detailliert erklären. Nachdem
erläutere ich, wie es mit den Arbeitern und der Infrastruktur aussieht. Später
werde ich auf die Kinderarbeit und deren Auswirkungen für Sri Lanka eingehen
und abschliessend das grösste Teilthema, die Unterdrückung der Minderheiten in
Sri Lanka welche vor allem die Tamilen sind, thematisieren.

 

Hauptteil

Menschenrechte allgemein

Menschenrechte sind Rechte, die jeder
Mensch seit der Geburt hat. Egal von welchem Land jemand ist oder welche
Hautfarbe er hat, ob dunkel oder hellhäutig, dies spielt bei den
Menschentrechten gar keine Rolle. Sie sind universell. Ohne die Menschenrechte
ist das menschliche Miteinander nicht möglich. Ziel der Menschenrechte ist der
Schutz der menschlichen Würde, Gleichheit und Freiheit aller Menschen. Das
Grundprinzip ist die Gerechtigkeit.

Die Menschenrechte werden in vier
Kategorien unterteilt. Die Wirtschaftlichen, die sozialen, die kulturellen und die
bürgerlichen Rechte. Unter dem wirtschaftlichen Recht wird das Recht sich zu
ernähren und sich vor den Hunger zu schützen verstanden, sowie auch das Recht
auf einen angemessenen Lebensstandard, das Recht auf einen Arbeitsplatz und die
Rechte, welche sich während der Arbeit selber zeigen, zum Beispiel, dass man
ein sicheres Arbeitsumfeld hat. Das soziale Recht beinhaltet das Recht auf
soziale Sicherheit, die Rechte von Familien sodass sie auch irgendwo
finanzielle Unterstützung holen können und das Recht auf geistige und
körperliche Gesundheit. Das kulturelle Recht beinhaltet das Recht auf Bildung
und die Teilnahme am kulturellen Leben. Zum Schluss noch die bürgerlichen
Rechte, welche die Gleichheit vor dem Gesetz, das Verbot der Sklaverei und
Folter, das Recht auf eine eigene Meinung und die Teilnahme am politischen
Leben, beinhaltet.

Überall werden gelten die Menschenrechte,
damit jeder als Mensch geschützt werden kann, dennoch werden sie nicht
eingehalten. Die Menschenrechte eine Thematik, welche über Jahrhunderte
diskutiert wurde. Lange wurde die Menschen sich nicht richtig einig. Immer kam
etwas dazwischen. Die Herrscher welche nach Christus die Macht hatten, haben
die Menschenrechte selbst in die Hand genommen und sie vernichtet oder so
abgeändert, wie es für sie von Vorteil war. Spätestens nach dem ersten und
zweiten Weltkrieg war sich jeder bewusst, dass eine Veränderung auf der ganzen
Welt stattfinden musste, damit die Rechte, welche für jeden Menschen gelten,
gesichert werden konnten. Die Menschen setzten sich ein das eine Organisation
entstehen sollte, die über den nationalen Regierungen stehen sollte. Später
wurden die Menschenrechtedurch bestummen und durch diese Organisation durchgesetzt.
Zwischen 19. Und 20. Jahrhundert geschah eine Universalisierung und Ausbreitung
der Menschenrechte. Am 10. Dezember 1948 wurde die allgemeine Erklärung der
Menschenrechte von den Vereinten Nationen aufgestellt. Seitdem haben sich die
Menschenrechte noch mehr verbreitet. Danach wurde die Situation in Europa zu
mindestens besser. Obwohl die Menschenrechte von der Mehrheit akzeptiert wurde,
verletzen viele Länder noch die Menschenrechte. In den asiatischen und
afrikanischen Ländern wird oft noch von Menschenrechtsverletzungen gehört.
Europa ist zwar vorangeschritten was die Menschrechte anbelangt, hat aber
dennoch Defizite. Die weitergehende Vertretung und dass sich für Menschrechte
einsetzten, ist für die Menschheit von Vorteil, den so bleiben sie erhalten und
immer präsent in den Gedanken und Handlungen der Menschen. Deshalb ist es enorm
wichtig, dass man seine eigenen Rechte kennt.

Sri Lanka

Sri Lanka ist ein Land südlich von
Indien welches in Asien liegt. Mit knapp 21 Millionen Einwohnern ist Sri Lanka
sehr dicht besetzt. Dort leben entweder Tamilen oder Singhalesen, doch
mittlerweile haben auch andere ihr zu Hause dort. Sri Lanka ist auch eins
dieser Länder, welches die Menschenrechte verletzt. Eigentlich ist Sri Lanka
dazu aufgefordert worden, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vom Jahr
1948 zu respektieren. Folgende UNO-Menschenrechtsabkommen und Konventionen
wurden von Sri Lanka unterschrieben: Internationaler Pakt über wirtschaftliche,
soziale und kulturelle Rechte, Internationaler Pakt über bürgerliche und
politische Rechte, Anti-Folterkonvention, Frauenrechtskonvention,
Rassendiskriminierungskonvention, Wanderarbeiterkonvention und
Kinderrechtskonvention.

In dieser Arbeit werde ich mich
speziell auf die Ausbildung und Kinderarbeit vertiefen, auf die Unterdrückung
und Diskriminierung der Tamilen von den Singhalesen sowie auf die Infrastruktur
in meinem Heimatland und die allgemeine Lage.

Ausbildung und Kinderarbeit

Mein Wunsch wäre,
dass in Sri Lanka ähnliche Lebensbedingungen herrschen sollten, wie in der
Schweiz. Alle Kinder sollen eine angemessene Schulbildung erhalten, damit sie
im späteren Leben einen guten Arbeitsplatz erhalten, der ihnen viel Freude
macht und mit dem sie eine glückliche Familie gründen können, da sie finanziell
dazu in der Lage wären. Je besser die schulische Ausbildung, umso erfolgreicher
wird man in der Arbeitswelt. Doch nicht jede Familie kann sich eine Ausbildung
leisten, da sie zu wenig Geld haben. Deshalb kommt es manchmal vor, dass
Familien ihre Kinder im frühen Alter zu den Verwandten ins Ausland schicken, um
dort eine Ausbildung zu machen. Die Ausbildung in Sri Lanka ist oft mit
erschwerten Umständen verknüpft, denn es geht nicht immer mit rechten Dingen zu
und her. Die Jugendlichen zum Teil auch Kinder werden misshandelt und im
schlimmsten Fall gefoltert. Dies nur, weil diese einen kleinen Fehler gemacht
haben, die jedem Mal passieren können. Ein solcher Umgang mit den Kindern kann
schlimme Folgen haben. Solche Folgen sind körperliche und seelische
Verletzungen. Die Eltern müssen mit ihren Kindern somit zum Arzt und müssen die
Kosten selber tragen, welche zum Teil zu hoch für ihre finanziellen Umstände
sind. Die Polizei ignoriert solche Situationen und nimmt sie nicht ernst, da
sie öfter solche Fälle haben. Die Eltern wiederum haben Angst etwas zu sagen,
da ihr Kind so die Ausbildungsstelle verlieren könnte.

Die Kinderarbeit,
die nicht als Ausbildung gedacht ist, findet meist in Dienstleistungssektoren
statt. Das sind nur Drecksarbeiten welche, die armen Kinder oft unbezahlt
machen müssen, da die Erwachsenen zu faul für diese Arbeiten sind oder einfach keine
Lust haben. Die meisten Kinder sind zwischen 10 und 15 Jahre alt. Die
Sicherheitsmassnahmen sind meist unzureichend und die Arbeitsfelder somit sehr
unsicher. In solchen Situationen stehen ihnen sehr schlechte Bedingungen zu.

 

Unterdrückung
und Diskriminierung der Tamilen

Es ist bekannt,
dass Minderheiten in verschiedenen Ländern und Orten meistens unterdrückt
werden, damit die Macht der Mehrheit unter Beweis gestellt werden kann. Dies ist
leider in meinem Heimatland Sri Lanka der Fall. Dort leben viele Singalesen und
eine kleine Bevölkerung von Tamilen. Die ganzen Staatoberhäupter sind Singalesen,
welche sehr korrupt gegenüber den Tamilen sind. Obwohl sie auch Vorschriften
haben, werden diese einfach übersehen und sehr wenig eingehalten. Wird ein
Verbrechen von einem Singhalesen begangen so wird weggeschaut und ein Auge
zugedrückt. Begeht aber ein Tamile ein Verbrechen, so wird sofort hart
durchgegriffen. In solchen Fällen wird deutlich das keine Gleichberechtigung
zwischen den Tamilen und Singhalesen herrscht. Es scheint, dass die Tamilen,
die Sklaven der Singhalesen sind. Die Bevölkerung dachten, dass nach dem
Bürgerkrieg alles wieder in Ordnung sei, doch dies ist nur ein Trugbild. Nichts
ist so wie es scheint. In einer Gegend in der nur Singhalesen leben, müssen
sich Tamilen in Acht nehmen, denn es könnte jederzeit etwas Schlimmes passieren
und keiner würde bei einem Angriff auf einen Tamilen etwas unternehmen.

Unterdrückung
der religiösen Minderheiten.

Sri Lanka ist
eine multireligiöse Insel. Der Buddhismus welche von Singhalesen gelebt wird,
ist die meist verbreitende Religion in Sri Lanka. Die hinduistischen Tamilen
bilden die grösste ethnische Minderheit sowie kurz danach die Muslime. Kleinere
christliche Gemeinschaften bestehen zudem auch. Nach Kriegsende wurden diese
christlichen Gemeinschaften stark unterdrückt. Als 2012 ein Bericht von der
„International Crisis Group” geschrieben wurde, stand darin, dass die
Religionen kontrolliert „singhalisiert” werden sollten. Genauer gesagt, wurden
die Menschen gezwungen ihren eigenen Glauben (zum Beispiel Muslime an Allah)
aufzugeben. Es geschehen immer wieder Übergriffe von singhalesischen Personen
auf die Tempel der Tamilen. 89 Dörfer welche tamilische Namen besassen, wurden zu
singhalesischen Namen geändert. Zudem wurden nach dem Krieg 367 Tempel, welche
durch den Bürgerkrieg zerstört wurden, bewusst nicht aufgebaut. Anstatt der
tamilischen Tempel wurden buddhistische Schreine gebaut. Den Tamilen wurde verboten
öffentlich um die Opfer die im Bürgerkrieg gefallen waren, zu trauern. Die
singhalesische Bevölkerung durfte aber, um Ihre Opfer öffentlich trauern.

 

 

Die meisten
Tamilen dachten, dass nach dem überraschenden Machtwechsel vom Mahinda
Rajapaksa sich die Situation für sie verbessern würde. Der tamilischen
Bevölkerung wurde vieles Versprochen. Ihnen wurde gesagt, dass die
Menschenrechte nun viel mehr beachtet, dass die Korruption bekämpft, sowie auch
die demokratischen Prinzipien wiederhergestellt werden würden.

Viele leere
Versprechungen wurden gemacht, welche viel Hoffnungen weckten. Fünf Jahre nach
dem Bürgerkrieg werden immernoch sämtliche Menschenrechtsverletzungen begangen.
Die damalige Uno Hochkomissarin Navi Pillay hat das Land als zunehmend
autokratisch bezeichnet. Zahlreiche Berichte von internationalen sowie
sri-lankischen Menschenrechtsorganisationen zeichnen ein düsteres Bild.
Besonders fällt die sexuelle Gewalt und Folter auf. Die Journalisten in Sri
Lanka haben ein sehr schweres Leben. Falls sie spezielle Inforationen haben,
werden sie oft verfolgt und nicht in Ruhe gelassen. Diese Journalisten werden
entführt, gefoltert und sogar umgebracht oder sie fordern die Journalisten auf
das Land zu verlassen. Seit 2002 wurden in Sri Lanka mindestens 20 Journalisten
getötet. Die Mörder werden aber bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen. Da
Journalisten diesen Gefahren ausgesetzt sind teilen sie ihre Informationen aus
Angst nicht. Diese Aktionen verletzen die Presse- und Meinungsfreiheit der
Menschen. Kein Wunder verweigert die sri-lankische Regierung eine
internationale Untersuchung über die Verbrechen in Sri Lanka. Personen welche
sich für die Menschenrechte einsetzen in Sri Lanka wurden sehr eingeschüchtert.
Einige wurden sogar auf einer staatlichen Radiostation mit dem Tode bedroht und
andere wurden verhaftet. Deshalb ist es immer sehr schwer eine Recherche über
die Menschenrechte in Sri Lanka vor Ort durchzuführen. Dies wäre sehr
umständlich und es gäbe keine Garantie für ihre eigene Sicherheit.

 

Militär

Die Tamilen in
Sri Lanka werden von den Sicherheitskräften und dem Militär selber bedroht. Die
Sicherheitskräfte sind zum Teil selbstständig und arbeiten nicht immer für die
Regierung, obwohl es ihnen so vorgeschrieben wird. Die lokalen Bewohner leiden
sehr unter der Überwachung der Militär. Da die Militärpräsenz in Norden viel
stärker ist als im Süden, sind die Tamilen viel mehr betroffen als die
Singhalesen, weil im Norden mehrheitlich die tamilische Bevölkerung lebt. Die
sri-lankische Regierung missbraucht das Anti-Terror-Gesetz um Menschen zu
verhaften, die unschuldig sind, das heisst sie halten Menschen willkürlich fest
und Kritik zu unterdrücken. In Gefangenschaft werden diese regelmässig von der
Polizei und den Sicherheitskräften gefoltert. Tamilen die Verbindung zu den
„Tamil Tigern” hatten wurden auch festgenommen, Tamil Tiger, das waren die
Freiheitskämpfer der Tamilen die im Bürgerkrieg gegen die Singhalesen angetreten
waren. Die Gewalt gegen Frauen blieb weiterhin straffrei. So viele Frauen
werden vergewaltigt vom Militär. Aber auch in der häuslichen Gewalt haben die
Frauen keinen Recht und Schutz, weil sie ganz einfach nur Frauen sind. Viele
Menschen verschwinden einfach so in Sri Lanka und tauchen nie mehr wieder auf.
Das Recht der Wahrheit wird wohl niemand erfahren dürfen. Die meisten werden
tot irgendwo im Wald aufgefunden. Es gibt kaum jemand der nach Hause
zurückkommt. Die zahlreichen Arbeitsmigranten von Sri Lanka werden nur
ungenügend im Ausland geschützt. Übrigens, Sri lanka vehängt weiterhin noch die
Todesstrafe.

Schlusswort

 

 

Literaturverzeichnis

 

Anhang

 

 

Erklärung

 

Ich erkläre, dass
ich die vorliegende Arbeit selbstständig und ohne fremde Hilfe verfasst habe. Zur
Verfassung der Arbeit habe ich keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel
verwendet. Insbesondere versichere ich, dass ich alle sinngemässen Zitate mit
Quellenangabe versehen habe und dass sich in der Arbeit keinerlei wortwörtlichen
Zitate befinden.

Zürich, 30.
Januar 2018

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